Konzept

Von Jörg List am 7. Dezember 2011

Nachdem ich mich mit einer ersten, experimentellen Anlage am Maßstab 1:160 ausprobiert habe, reifte 2010 das Konzept für ein Nachfolgeprojekt, das folgenden Vorstellungen genügen sollte:

  • Grundfläche 160 x 66 cm, Höhe 30 cm (Transportraum in meinem Pkw)
  • Anlage muss sich einfach aufstellen lassen (Tauglichkeit für Ausstellungsbetrieb)
  • Geschlossene Streckenführung mit Kreuzungsmöglichkeit
  • Darstellung einer Mine, eines Trestles und einer Wasserstation
  • Maximal 4 Weichen, damit ist ein Digitrax-Weichendekoder ausreichend
  • Vollautomatische PC-Steuerung
  • Vorzugsweise Dampfbetrieb in den 30er und 40er Jahren
  • Maximale Fahrzeuglänge 50 Fuß
  • Maximale Zuglänge ca. 60 cm
  • Nutzung von Code 55-Gleismaterial

Dabei war zu berücksichtigen, dass die Anlage aus Platzgründen nicht fest aufgebaut sein kann. Die meiste Zeit wird sie im Keller staubgeschützt unterzubringen sein.

Auf dieser Basis habe ich verschiedene Gleispläne entwickelt, wobei ich die Right Track Software (RTS) von ATLAS verwendet habe.

Ein konkretes Vorbild gibt es nicht. Auf Grund der Streckenführung wird die Anlage im Gebirge anzusiedeln sein.

Geschichte

Im 19. Jahrhundert erreichte der Bergbauboom das Tal. Zügig wurden Siedlungen errichtet. Bergbau und Siedlungen entwickelten sich prächtig. Das steigende Güteraufkommen erforderte den Anschluss an das Streckennetz der großen Bahngesellschaften. Die CCRR wurde gegründet. Sie baute und betrieb eine von der Denver & Rio Grande Western abzweigende Stichstrecke in das Tal.

Fortan konnten die Siedlungen und Minen per Bahn versorgt werden. Erze wurden mit der Bahn abgefahren. Das Güteraufkommen rechtfertigt den Einsatz aller möglichen Bauarten von Güterwagen. Da im oberen Teil des Tales auch Viehzucht betrieben wird, kann ab und zu ein Extra-Viehzug beobachtet werden.

Die CCRR war immer eine sparsam wirtschaftende Gesellschaft. Es war der Gesellschaft nicht möglich, fabrikneue Lokomotiven anzuschaffen. So kommt es, dass über lange Zeit vergleichweise alte Maschinen im Einsatz waren. Zur Personenbeförderung wird den Güterzügen ein Coach-car oder ein Combine beigestellt.

Die Wirtschaftskrise der 30er Jahre traf auch das Tal hart. Die CCRR konnte sich eine ganze Zeit lang mehr schlecht als recht über Wasser halten. Um den Fortbestand der Strecke zu sichern, blieb nur die Übernahme durch eine große Gesellschaft, die Denver & Rio Grande Western. Sichtbarer Ausdruck der Übernahme ist der Einsatz entsprechender Cabooses. Nachdem der unwirtschaftliche Dampfbetrieb eingestellt worden ist, setzte die Denver & Rio Grande Western noch eine Zeit lang Dieselloks auf der ehemaligen CCRR ein, bevor der übermächtig werdende Autoverkehr für einen weiteren Rückgang des Frachtaufkommens und irgendwann für die Einstellung des Bahnbetriebes sorgte.

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