Ladung für Flatcar

Von Jörg List am 21. März 2012

Seit einiger Zeit stehen die zierlichen Red Caboose 42′-Flat Cars der D&RGW (16018, 2-er Set) in der Vitrine. Bei einer Probefahrt auf meiner Anlage stellte sich heraus, dass die Wagen zu leicht sind. Das führt dazu, dass sich nach Fahrten im 10″-Bogen, die Drehgestelle nicht zuverlässig zurückstellen und die Wagen auf die Schiene auflaufen. Um diesen Mangel zu beheben, sollten sie mit einer Schienenladung versehen werden.

Einer der beiden Wagen im Originalzustand.

Für die Schienenladung wurden Code55-Profile auf eine Länge von ca. 40′ zurechtgesägt. Da es sich um neue Schienen handeln sollte, müssen sie sorgfältig auf Schwellen gelagert werden. Diese  Schwellen (7 Stück pro Wagen) entstanden aus Holzresten. Schienen und Schwellen habe ich mit Sekundenkleber verklebt.

Um ein seitliches Herunterrutschen der Schienen zu verhindern, erhielten die Wagen pro Seite 4 Rungen. Dafür verwendete ich Evergreen-Profil mit einem Querschnitt von 0,5 x 0,4 mm und einer Länge von 7 mm. Die Rungen wurden mit Sekundenkleber in die Kehle zwischen Längsträger und Rungentaschen geklebt.

Ein Wagen mit Ladung und Rungen. Es fehlt noch die Farbgebung.

Momentan erhalten die Wagen noch ein realistische Farbgebung. Der Holzboden wurde mit einer Mischung aus den Revellfarben 45 und 84 behandelt. Die Schienen wurden rostbraun gestrichen (Revell 83 und 85). Der Wagenboden bekam zwei Farbaufträge, die Schienenladung drei. Für jeden Vorgang mische ich die Farben neu. Dabei ergeben sich immer leicht unterschiedliche Farbtöne, was zu einem lebendigeren Erscheinungsbild der so behandelten Oberflächen führt.

Wagenoberteil nach der Farbgebung

Zum Altern der Modelle benutze ich das Patina-Pulver von NOCH (61165). Dabei bin ich in folgenden Schritten vorgegangen:

  1. Altern der ausgebauten Radsätze
  2. Radsätze in die Drehgestelle einsetzen
  3. Drehgestelle altern
  4. Wagenoberteil mit Farbpuder behandeln
  5. Drehgestelle anbauen
  6. Wagen als Ganzes mit einem größeren Pinsel patinieren
  7. Ladung behandeln und manschließend mit Sekundenkleber auf den Wagenboden kleben

Ich habe mir zum Auftragen des Farbpuders noch einen feineren Stupfpinsel aus einem Pinsel zurechtgestutzt. Auf glatte Oberflächen können die Farbpigmente relativ satt aufgepinselt werden. Allerdings sollte man sich dann ganz sicher beim zu verwendenden Farbton sein.

Damit ich die Pigmente gut aufnehmen kann, habe ich kleinere Mengen – das Zeug ist sehr ergiebig – auf einen Konservendeckel gegeben. Dort lassen sich die Farbtöne auch sehr gut mischen.

Der fertige Wagen #21097

Und noch der Wagen #21068

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